Ardeo Biker
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Michi (der Zeitreisende)
 
Geburtstag, -ort

1962

Wohnort München
so bin ich zum Moped fahren gekommen Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. Ich glaube es war der Anblick einer Suzuki GSX 1100 „Katana“ verquickt mit der Erinnerung an die CB 750 Four aus meinem Motorrad-Quartett. Und ganz sicher war es die Anzeige in einer Motorrad-Zeitschrift aus dem Jahre 1982, dass man jetzt eine GSX 550 M „Katana“ (die „kleine Katana“) für 4.990 DM kaufen könne. Da war der Weg zur Bank dann nicht mehr weit...
so lange fahre ich Motorrad seit 1982
Liste meiner Bikes

Suzuki GSX 550 M „Katana“
Honda CBR 600 F
Honda CBR 1100 XX

bisher mit dem Moped bereiste Länder

Deutschland
Österreich
Schweiz
Liechtenstein
Andorra
Spananien
Portugal
Frohngraisch
Holland (aus Versehen)
Belgien
Tschechien (unbeabsichtigt)

unvergessliche Erlebnisse

1983: Bei -4°C auf der A1 von Rheine nach Hamburg. Mit Jeans, Parka und Turnschuhen. Kalte Füße. Die habe ich dann auf der Bahn bei Tacho 195+ hinter die Tüten geklemmt, damit sie etwas wärmer würden. Bei Bremen platzte beinahe die Blase und beim Absteigen vom Moped versagten beinahe die Knie. Auf jeden Fall aber hatten die Turnschuhe versagt: Ein verschmolzener brauner Klumpen aus Schnürsenkeln und Gummi baumelte von meinen Füßen. Und ein paar Streifen: ‚Adidas‘.

Herbst 1984: Sabberwetter. Ich komme stocksauer von meiner damaligen Freundin (erste große Liebe!), die mir mal wieder einen dieser „wunderbaren Tage“ bereitet hatte. Der Drang am Gashahn zu ziehen war unvermeidlich. Rheine Innenstadt. 10 Grad. Nasse Straße. Die Frisur sitzt. Die Gashand zuckt. Hinter mir Schall und Rauch. Vor mir ein Opel Rekord. Vor diesem ein Fußgängerüberweg. An diesem: Eine Oma mit Krückstock. Der Opel wirft den Anker. Kann ich auch. Mein Hinterrad kommt vorbei und sagt ‚Hallo‘! Ich gleite aalgleich von meiner Möhre und lande mit einem weltrekordverdächtigen Salto auf dem Mittelstreifen. Meine Möhre faltet sich bilderbuchmäßig unter das Heck des Opel, welches sich nach Beendigung des Vollbremsmanövers völlig erschöpft auf meinen Ersparnissen niederlässt. Ich knie noch immer auf dem Mittelstreifen. Plötzlich sehe ich ein Licht. Fernlicht!! Ich katapultiere mich an die Fahrertür des Opel. Woraufhin der Opelfahrer die Scheibe runter lässt und fragt: „Mit Verlaub: Was machen Sie an meiner Scheibe?“ – worauf ich antworte: „Mit Verlaub: Ich bin Ihnen gerade hinten rein gebrettert!“. Herr Opel steigt aus, regelt den Verkehr und bietet mir an, mich ins Krankenhaus zu fahren. Währenddessen röchelt meine treue Freundin ihr letztes Benzin auf die Straße. Ich versuche die Situation zu retten und lobe die Verkehrsregelkünste von Herrn Opel. Der fühlt sich geschmeichelt und gibt sich zu erkennen: Herr Polizeipräsident von Rheine. Geil. Gerade dem muss ich reinfahren. Doch Glück im Unglück: Es war ein netter Mensch: Hat mich tatsächlich ins Krankenhaus gefahren und ich habe bis heute noch keinen Strafzettel erhalten.

Winter (irgendwann zwischen 1985 und 1987 – kann mich nicht mehr genau erinnern): Das Quecksilber zeigt -30,5°C. Kein Scheiß. Ich eiere über die B388 von Ismaning in Richtung Erding. Normalerweise ca. 15 min. Nicht nur extrem kalte Füße. Eigentlich alles extrem kalt. Festgefahrene Schneedecke. Ich mit schleifender Kupplung und mit ausgestreckten Füßen im 2. Gang und ungefähr 0,3 km/h in Richtung Heimat. Nach einer Ewigkeit die häusliche Treppe. Die Knie gehen gar nicht mehr. Django reitet nicht mehr sondern erklimmt den 3. Stock. Dann 1 Stunde unter der Dusche: 30min eiskalt (brennt trotzdem wie Hölle!), dann langsam wärmer. Hätte mich damals beim Guinness-Buch-der-Rekorde anmelden sollen – als menschlicher Eiszapfen!

Sommer 1999: Die neue Doppel-X ist endlich aus ihrer Power-Commander-Kur zurück und stemmt satte 18 Mehr-PS auf die Rolle. Und laut irgend einem Knalli geht sie angeblich mit angeklappten Spiegeln noch schneller. Ach ja: Und Lederklamotten sind angeblich der aerodynamisch dümmste Mist, der je erfunden wurde. Und (kleiner Tipp): Männliche Biker unter 40 sind offensichtlich noch nicht völlig erwachsen: Ich also mit Bermuda-Shorts und Turnschuhen (und Nierengurt und Helm – immerhin!) auf die A92 Richtung Deggendorf. Bei irgend was über 320 bleibt die Nadel stehen. An sich schon ein Erlebnis. Aber was es für ein Gefühl ist, wenn einen dann auch noch aus heiterem Himmel eine Hummel am Oberarm trifft – das spottet jeder Beschreibung. Jedenfalls ein Erlebnis, dass man lange nicht vergisst. Nicht mal, wenn man will...

Zwischen den Jahren: Noch viele andere lustige Geschichten von: „Wie man beim Überholen mit seinem Helm kein Loch in die Ladeklappe eines LKW macht!“ über: „Wie es aussieht, wenn der Schrammi auf Sardinien beinahe eine Horde Ziegen zersägt bis letztendlich zu der Geschichte, der ich meinen Nick verdanke. Aber die soll lieber der Schrammi erzählen, der kann das besser! J

weitere Hobbies/Interessen Astronomie, theoretische Physik, Philosophie, Psychologie, Theologie, Kino, Essen und Kultur. Und: Moppedfaahn!! J
   
   
   
 
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